Die Geschichte des Brautkleides
Das Brautkleid war nicht immer ein weißes Kleid.
So kam die Braut zum weißen Kleid: Als Symbol der Jungfräulichkeit, der Reinheit und der Unschuld gilt die Farbe Weiß. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Braut traditionell in einem weißem Brautkleid vor den altar schreitet. Doch das war längst nicht immer so. Angefangen von der gelben Tunika über Grün, Rot- und Blautöne, Gold- und Silberbrokat, Schwarz bis hin zum bodenlangem, schneeweißem Brautkleid trug die Braut, was ihr gefiel und was den Vorstellungen der Etikette entsprach. Im Laufe des 19.Jahrhunderts hat sich der Traum in weiß durchgesetzt – auch wenn sich die Brautmode ständig ändert.
Brautmode heute:
Zu Anfang der 20er Jahre- zur Zeit des Charleston- änderte sich die Silhouette des weißen Traums. Die Brautkleider waren nun schmal geschnitten, oft geschlitzt und ließen die Beine hervorblitzen. Die Brautkleider wurden kürzer und reichten manchmal nur noch bis zum Knie.
Nach Kriegsende zeigten sich die Bräute wieder züchtiger, sie trugen wieder lange und weite Kleider. In den 50er Jahren kam der Petticoat groß in Mode. Buddy Holly und Elvis waren “in” und die Bräute schlüpften in Brautkleider mit weit schwingenden Röcken.
1965, im Geburtsjahr von Mary Quant präsentierte sich das Brautkleid frech und kurz. Kombiniert wurden die Kleider mit Plateausohlen.”Back to Romance” hieß es in den Achtziger Jahren. Erneut stieg der Rocksaum, die Brautkleider wurden länger und die Taille stand im Mittelpunkt. Als Inspiration diente vielen Bräuten die aufwändig bestickte und bodenlange, cremefarbene Robe von Lady Diana.
Heute findet sich für jede Braut und jeden Geschmack das passende Brautkleid. Romantische Bräute lieben die bodenlange Robe, deren Oberteil meistens aufwendig mit Perlen und Pailletten bestickt ist. Bräute ,die es schlicht und puristisch mögen, setzen auf den Empire-Stil mit hochgeschobener Taille und Brautkleidern aus fließenden Materialien, zum Beispiel hauchdünnem Chiffon. Frauen können aus einer Vielzahl von verschiedenen Stilrichtungen wählen: Erlaubt ist was gefällt.
Auch wenn heute modemutige Bräute immer mal wieder im kobaltblauen oder purpurroten Brautkleidern vor den Traualtar schreiten, so hat sich das weiße Brautkleid nun endgültig durchgesetzt.

